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DJI Dock 4: Die neue Drohnenstation mit Akkuwechsel

DJI Matrice 5TD startet aus dem geöffneten DJI Dock 4

Drohnenstationen haben sich in den letzten Jahren vom Pilotprojekt zum festen Werkzeug für Werkschutz, Inspektion und Lageerkundung entwickelt. Eine Schwachstelle blieb jedoch: Nach jedem Flug musste die Drohne im Dock erst wieder aufgeladen werden, bevor sie erneut starten konnte. Mit dem DJI Dock 4 ändert sich das grundlegend. Es ist die erste Drohnenstation von DJI, die den Akku der Drohne automatisch wechselt, statt ihn zu laden.

Zusammen mit der neuen Multisensor-Drohne DJI Matrice 5TD entsteht ein System, das rund um die Uhr einsatzbereit ist. In diesem Beitrag fassen wir zusammen, was das DJI Dock 4 kann, für wen es sich lohnt und was beim Betrieb in Deutschland zu beachten ist. Das DJI Dock 4 ist ab sofort bei uns erhältlich: zur Produktseite des DJI Dock 4.

Automatischer Akkuwechsel: DJI Matrice 5TD im DJI Dock 4

Was ist neu? Akkuwechsel statt Ladepause

Bei bisherigen Docks landet die Drohne, wird geladen und ist erst nach rund einer halben Stunde wieder startklar. Das DJI Dock 4 tauscht den leeren Akku stattdessen vollautomatisch gegen einen geladenen. Der Wechsel dauert laut DJI unter 25 Sekunden, von der Landung bis zum nächsten Start vergehen weniger als 45 Sekunden. Während des Wechsels überträgt die Drohne ihre Flugdaten per WLAN an das Dock, sodass Fotos und Videos sofort zur Auswertung bereitstehen.

Für die Praxis heißt das: Längere Lageerkundungen, etwa bei einem Brand oder einer Suche, lassen sich nahezu ohne Unterbrechung fliegen. Und eng getaktete Patrouillen auf einem Werksgelände sind nicht mehr durch Ladezeiten begrenzt. Wer zwei Docks betreibt, kann die Aufgabe sogar automatisch übergeben lassen: Eine Drohne fliegt, die zweite steht bereit.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

  • Automatischer Akkuwechsel in unter 25 Sekunden, Dauerbetrieb rund um die Uhr
  • Bis zu 59 Minuten Flugzeit pro Akku und bis zu 10 km Einsatzradius
  • Schneller Anflug mit bis zu 21 m/s bei Zielanflügen
  • Kamerasystem: drei 50-MP-Kameras (Weitwinkel, mittlere Tele, Tele mit bis zu 176-fachem Hybridzoom), Wärmebildkamera mit 1280 × 1024 Pixeln und Laser-Entfernungsmesser bis 3.000 m
  • Sicherheit: rotierendes LiDAR, mmWave-Radar und Rundum-Sichtsensoren, dazu ein Fallschirm im Lieferumfang
  • Künstliche Intelligenz: Erkennung von 17 Objekttypen direkt im Livebild und Steuerung per Sprache über den FlightHub 2 Copilot
  • Robust: Betrieb von −40 °C bis 50 °C, Station nach IP56 geschützt

DJI Matrice 5TD: eine Drohne für Tag, Nacht und Vermessung

Herzstück des Systems ist die neue DJI Matrice 5TD. Ihre drei Kameras mit je 50 Megapixeln decken vom Überblick bis zum Detail auf mehrere hundert Meter alles ab. Die Wärmebildkamera macht Personen, Glutnester oder überhitzte Bauteile sichtbar und arbeitet im hochauflösenden UHR-Modus sogar mit 2560 × 2048 Pixeln. Für Nachteinsätze bietet die Drohne Vollfarb-Nachtsicht, ein NIR-Zusatzlicht und Halterungen für Scheinwerfer oder Lautsprecher mit bis zu 450 g Nutzlast.

Auch bei der Sicherheit legt DJI nach: Ein rotierendes LiDAR und mmWave-Radare erkennen selbst dünne Hindernisse wie Leitungen, ein integrierter ADS-B-Empfänger warnt vor bemanntem Luftverkehr. Der mitgelieferte DJI AP1 Fallschirm bremst die Drohne im Notfall ab. Mit ihm erfüllt die Matrice 5TD laut DJI die Anforderungen der EU-Klassen C5 und C6.

KI und Software: vom Alarm zum fertigen Bericht

Gesteuert wird das DJI Dock 4 über die Cloud-Plattform DJI FlightHub 2. Dort werden Routen geplant, Einsätze gestartet und Livebilder in den Leitstand übertragen, laut DJI mit einer Latenz von rund 160 Millisekunden. Neu ist der FlightHub 2 Copilot: Aufgaben lassen sich in natürlicher Sprache beschreiben und werden automatisch in Flugbefehle umgesetzt.

Die integrierte KI erkennt 17 Objekttypen wie Personen und Fahrzeuge in Echtzeit und kann bei einer Auffälligkeit automatisch Benachrichtigungen versenden, Fotos auslösen oder ein Objekt verfolgen. Nach dem Flug vergleicht die Funktion Change Detection Pro neue Luftbilder mit älteren und markiert Veränderungen, etwa auf Baustellen oder an Anlagen. Wer seine Daten im eigenen Haus behalten möchte, kann FlightHub 2 auch als On-Premises-Version auf eigenen Servern betreiben.

Für wen lohnt sich das DJI Dock 4?

Das DJI Dock 4 spielt seine Stärken überall dort aus, wo regelmäßig oder sehr schnell ein Blick von oben gebraucht wird:

  • Werk- und Objektschutz: automatische Patrouillen über Werksgelände, Logistikflächen und Solarparks
  • Feuerwehr und Rettungsdienste: schnelles Lagebild bei Alarm, oft noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte
  • Energieversorger: wiederkehrende Kontrollflüge an Umspannwerken, Leitungen und Anlagen
  • Bau und Infrastruktur: Baufortschritt dokumentieren und Veränderungen automatisch erkennen
  • Landwirtschaft: Bestandskontrolle, Schadensdokumentation nach Unwettern und Überwachung von Hofanlagen
  • Bergbau und Rohstoffe: regelmäßige Erfassung von Gelände- und Volumenveränderungen

Betrieb in Deutschland: Standort und Genehmigung

Das DJI Dock 4 wird fest installiert, zum Beispiel auf einem Flachdach oder einem Fundament. Benötigt werden ein Stromanschluss mit 100–240 V und ein Internetzugang per Ethernet oder Mobilfunk, etwa über den DJI Cellular Dongle 2. Die mitgelieferte DJI O4 Ground Station wird erhöht montiert und sorgt für eine stabile Funkverbindung. Eine eingebaute Klimaanlage, eine automatische Akku-Vorwärmung und eine Notstromversorgung über die Akkus im Dock halten das System auch bei extremem Wetter oder einem Stromausfall einsatzbereit.

Wichtig für die Planung: Automatisierte Flüge ohne Pilot vor Ort finden in der Betriebskategorie „speziell“ statt. Dafür ist in der Regel eine Betriebsgenehmigung des Luftfahrt-Bundesamts (LBA) erforderlich. Wir empfehlen, die Genehmigung frühzeitig zu planen. Gern besprechen wir mit Ihnen, welche Voraussetzungen für Ihren Standort und Ihren Einsatz gelten.

Lieferumfang und Preis

Das DJI Dock 4 Combo enthält das DJI Dock 4, die DJI Matrice 5TD, die DJI O4 Ground Station, den DJI AP1 Fallschirm und vier Akkus für die Matrice 5TD. Laut DJI ist für Dock und Drohne im ersten Jahr DJI Care Enterprise Plus enthalten, der genaue Leistungsumfang kann je nach Land variieren.

Da Zubehör, Softwarelizenzen und Installation vom jeweiligen Projekt abhängen, erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot.

Fazit

Mit dem automatischen Akkuwechsel löst das DJI Dock 4 das größte Problem bisheriger Drohnenstationen: die Ladepause. Zusammen mit der vielseitigen Matrice 5TD, dem Fallschirm und den neuen KI-Funktionen in FlightHub 2 ist es ein ausgereiftes System für alle, die Gelände, Anlagen oder Einsatzorte zuverlässig und ohne Personal vor Ort aus der Luft im Blick behalten möchten.

Sie interessieren sich für das DJI Dock 4? Alle Details, technischen Daten und die Möglichkeit zur Anfrage finden Sie auf unserer Produktseite zum DJI Dock 4. Oder rufen Sie uns direkt an: 0791 94656637. Als DJI-Fachhändler seit 2015 beraten wir Sie persönlich, von der Standortwahl bis zur Einweisung bei der Übergabe.

Alle technischen Angaben laut Hersteller DJI, Stand Oktober 2026.